Flächennutzungsplan · § 5 BauGB
Der Flächennutzungsplandenkt für die ganze Gemeinde.
Der Flächennutzungsplan (FNP) ist der vorbereitende Bauleitplan nach § 5 BauGB. Er stellt für das gesamte Gemeindegebiet die beabsichtigte Art der Bodennutzung in den Grundzügen dar, bindet die Behörden, aber nicht unmittelbar die Bürger, und bedarf der Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde (§ 6).
Kurz beantwortet · Stand September 2026
01 Vergleich
FNP und Bebauungsplan im Vergleich.
| Flächennutzungsplan | Bebauungsplan | |
|---|---|---|
| Rechtsgrundlage | § 5 BauGB | §§ 8, 9 BauGB |
| Gebiet | gesamte Gemeinde | Teilgebiet |
| Bindung | Behörden | jedermann, als Satzung |
| Genauigkeit | Grundzüge der Nutzung | parzellenscharfe Festsetzungen |
| Genehmigung | höhere Verwaltungsbehörde (§ 6) | nur in bestimmten Fällen (§ 10 Abs. 2) |
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02 Praxis
Warum der FNP Planern Arbeit macht.
- Änderungen laufen oft parallel zum Bebauungsplan (Parallelverfahren nach § 8 Abs. 3)
- der Umweltbericht umfasst das ganze betroffene Gebiet
- Beteiligung und Abwägung folgen denselben Regeln wie beim Bebauungsplan
- ab 2027 gilt auch hier das digitale Verfahren mit XPlanung
03 Fragen
Häufige Fragen kurz beantwortet.
Kann ein Bürger gegen den FNP klagen?
Der FNP bindet die Bürger nicht unmittelbar; Rechtsschutz ist deshalb eingeschränkt. Die Details sind juristisch zu klären.
Wie oft wird ein FNP neu aufgestellt?
Selten vollständig, häufig in Änderungsverfahren für Teilbereiche.
Gibt es regionale Unterschiede?
In Stadtstaaten und bei gemeinsamen Flächennutzungsplänen mehrerer Gemeinden gibt es Besonderheiten.
Quelle: Baugesetzbuch (BauGB) in der geltenden Fassung; BauGB-Novelle, verkündet im Juli 2026 (Inkrafttreten nach aktuellem Stand 1. Januar 2027). Stand September 2026. Keine Rechtsberatung, maßgeblich ist der jeweilige Gesetzes- oder Normtext.
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